England-Korrespondentin Gina Thomas unter der Überschrift “What?” über das schwindende Interesse der britischen Schüler am Fremdsprachenlernen:
“Im vergangenen Dezember warnte ein Bericht der staatlichen Lehrplanberater, daß der Rückgang im Fremdsprachenunterricht die Berufsaussichten von Schülern beeinträchtige.”
Wer geht denn im Fremdsprachenunterricht zurück: gehen die Lehrer zurück nach Hause, oder müssen gar die Schüler beim Lernen rückwärts laufen?
Und der Bericht warnt nicht vor einer zukünftigen Entwicklung, sondern vor einer gegenwärtigen Beeinträchtigung. Es besteht nämlich die hohe Gefahr, daß die Dinge jetzt so sind, wie sie sind.
“Die Zahl derer, die auf der dem Realschulabschluß entsprechenden GCSE-Stufe die Prüfung in Französisch belegen, ist seit dem letzten Jahr um dreizehn Prozent gesunken, bei Deutsch um vierzehn Prozent.”
Und eine Prüfung wird also nicht mehr nur abgelegt, sondern sogar als Fach belegt.
Über die Prüfung wird dann bestimmt von prüfungskundigen Prüfern geprüft.
“Es gelte, junge Leute zum Sprachinteresse zu ermutigen (…)”, so Bildungsminister Johnson im Zitat.
Die Schüler scheuen also nicht das Lernen, sondern sie scheuen das Interesse.
Interesse hat ja auch etwas Erschreckendes, vor allem das Interesse an der Sprache.