Der erste Satz im Wirtschaftsaufmacher “Wirtschafts-Nobelpreis geht an Elinor Ostrom und Oliver Williamson”:
“Der diesjährige Alfred-Nobel-Gedächtnispreis für Ökonomie geht an die amerikanischen Wissenschaftler Elinor Ostrom, die an der Indiana-Universität lehrt, und an Oliver Williamson, emeritierter Professor der Universität von Kalifornien in Berkeley.”
Sowie: “Der 77 Jahre alte Williamson, einer der Begründer der Neuen
Institutionenökonomie, erfuhr morgens um 3 Uhr Ortszeit von seiner Auszeichnung.”
Umgangssprachlich wird der Preis zwar oft “Wirtschaftsnobelpreis” genannt, aber tatsächlich ist es der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften. Ebenso wie die Physik die Wissenschaft von den Körpern ist und der Nobelpreis für Physik nicht der “Körper-Nobelpreis”, müsste hier vom Preis für Ökonomik die Rede sein. Denn Ökonomik ist die Wissenschaft von der Wirtschaft, wohingegen die Ökonomie der Gegenstand dieser Wissenschaft ist, nämlich die Wirtschaft selbst. Ebenso heißt das von Williamson mitbegründete Unterfach “Neue Institutionenökonomik”.