Gesellschaftlich und soziologisch (FAZ, Titelseite)
Im Leitartikel, über Barack Obama:
“Aber auch er kann mit seiner süßlichen, beinahe unpolitischen Rhetorik des Überwindens aller s o z i o l o g i s c h e n Kategorien und politischer Trennungslinien eines nicht verwischen: Die Hautfarbe der demokratischen Wähler spielt bei der Entscheidung zwischen beiden Kandidaten keine geringe Rolle.”
Eher wohl: des Überwindens aller sozialen Kategorien. Vom Überwinden der soziologischen, also der sozialwissenschaftlichen Kategorien kann keine Rede sein, jedenfalls nicht zu Obamas ganz unwissenschaftlicher Rhetorik. Die dort angeblich überwundenen Trennungslinien sind schließlich auch politische und nicht politologische. Die Gesellschaft ist nicht die Wissenschaft von der Gesellschaft, und die Trennungslinie zwischen beiden ist schlecht zu überwinden.